www.speleo-foto.de - Höhlenfotografie von Max Wisshak
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Thematische Galerien

Auf dieser Seite finden Sie Galerien zu den verschiedensten Themen mit Bezug zu Karst & Höhle - eine Reise von der Oberfläche der Karstgebiete über das Dämmerlicht der Eingangspassagen bis in die lichtlosen Bereiche mit charakteristischen Raumformen, dem Element Wasser, den Höhlenmineralen Kalzit, Aragonit, Gips und Eis sowie skurrilen Höhlenlebewesen incl. des Menschen.


Karst Karst

Karst - Überbegriff für alle Gebirge, in deren Untergrund zerklüftetes und lösliches Gestein (Kalk, Dolomit, Gips etc.), in welchem sich das Wasser einen unterirdischen Weg korrodiert hat, ansteht. Die Korrosionsstrukturen bergen einen vielfältigen Formenschatz aus Karren, Kolken, Graten etc. und treten überall dort zutage, wo die meist dünne Bodenschicht erodiert ist. Am auffälligsten sind große Lösungshohlformen wie Dolinen, Abris, Felstore - und natürlich Höhleneingänge. Doch auch hinsichtlich Flora und Fauna sind Karstlandschaften ausgesprochen reizvoll und beherbergen zum Beispiel oft ein reichhaltiges Spektrum an kalkliebenden Orchideen.

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Tageslicht Tageslicht

Im Eingangsbereich von Höhlen erleben wir einen Übergang von der vertrauten Welt mit einer Flut an Reizen wie Wetter, Tageszeiten, Farben, Gerüchen, Geräuschen, Zivilisationskrankheiten, Konsumwahn und der obligatorischen Dosis Alltagsstress und -sorgen, hinein in eine gänzlich andersartige Welt mit eigenen Gesetzen, regiert durch Fels und Wasser. Unsere Bewegungsweise und Wahrnehmung verändert sich merklich, wenn wir die gewohnte Welt hinter uns lassen und in diese "Unterwelt" eintauchen ...

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Raumformen Raumformen

Die Architektur der Höhlen ist vielgestaltig und reicht von groß dimensionierten Bachläufen über schachbrettartige Kluftlabyrinthe bis hin zu schwammartigen dreidimensionalen Labyrinthen. Wir treffen auf kreisrunde Röhren, hohe Klüfte, kantig zerfräste Gänge, hautenge Krabbelpassagen gefolgt von kirchturmhohen Hallen, ausladende Gewölbe oder bizarr ausgekolkte Decken. Die Form des Raums ist das, was jeder Höhle den ihr eigenen Charakter verleiht, und über die man nicht minder ins Staunen geraten kann als angesichts eindrucksvoller Tropfsteinformationen.

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Schächte Schächte

Gangformen richten sich in Höhlen nicht nach einer bequemen Fortbewegungsmöglichkeit, sondern das Wasser sucht sich, der Schwerkraft folgend, auch gerne einen Weg in der Vertikalen. "Wie die Spinne am seidenen Faden" - so lautet wohl die am häufigsten verwendete Metapher für einen Höhlenforscher, der am Seil dem Schachtboden entgegenschwebt. Dank moderner Statikseile und ausgereifter Abseil- bzw. Steiggeräte werden heute Schachthöhlen bis über 2 Kilometer Gesamttiefe bezwungen.

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Wasser Wasser

Wasser ist das Lebenselixier einer Höhle. Es zeichnet sich nicht nur verantwortlich für die Entstehung der Höhlenwelt durch Lösung und Abtransport des Gesteins, sondern liefert auch die gelösten Mineralien, die andernorts zu Tropfsteinformationen auskristallisieren. Es begegnet uns als reißender Höhlenbach mit tosenden Wasserfällen, als Tropfen von der Decke oder in stillen Seen und Sinterbecken. Nicht zuletzt bringt Wasser Akustik und Bewegung in die ansonsten so stille und statische Welt aus Fels.

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Eis Eis

Eis ist mineralogisch betrachtet ein Mineral wie jedes andere auch - die kristalline Phase des Wasserstoffoxides. Und wie Kalk kann auch Eis in Höhlen "Tropfsteine" bilden, die denen des klassischen Sinters sehr ähneln. So finden sich im Winter in den Eingangsbereichen so mancher Höhlen - in alpinen Höhlen sogar ganzjährig - glitzernde Eisstalagmiten und -stalaktiten oder Eisfahnen. Ein vergänglicher Schmuck, denn steigt die Temperatur wieder an, schmilzt die Pracht dahin. Andere Eishöhlen entstehen durch Schmelzwassergerinne und Bäche direkt im oder unter dem Eis von Gletschern - auch diese Höhlen verändern ihre Gestalt deutlich mit dem Lauf der Jahreszeiten.

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Kalzit Kalzit

Wird der Kalk (überwiegend Kalzit) der Karstgebirge durch leicht kohlensaures Regenwasser gelöst, so stehen die Mineralstoffe andernorts zur Verfügung, um reichhaltige Tropfsteinformationen (Speleotheme) aufzubauen. Kalzit ist - mit mehreren Hundert bekannten Kristallvariationen - das vielgestaltigste Mineral das wir kennen. Hinzu kommt neben den klassischen Stalagmiten und -titen noch eine Vielzahl an Speleothemtypen wie beispielsweise Sinterröhrchen, Sinterbecken, Sinterfahnen, Warzensinter oder die faszinierenden Excentriques - wirr wachsende Kristallformationen die der Schwerkraft trotzen, da hier Oberflächenspannung und Kapillarkräfte am Werk sind.

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Aragonit Aragonit

Aragonit ist der sehr viel seltenere Bruder des Kalzits mit der gleichen chemischen Zusammensetzung, aber einem anderen Kristallgitter und frei von Magnesium. Hinsichtlich der Formenvielfalt kann Aragonit guten Gewissens als "total durchgeknallt" bezeichnet werden - die oft auffallend schneeweißen Aragonitspeleotheme bilden häufig bizarre Excentriques oder nadelige Kristallaggregate. Dabei ist es nach wie vor ein wissenschaftlich nicht gänzlich geklärtes Phänomen, dass wir überhaupt Aragonitgebilde in Höhlen antreffen, denn dessen Kristallstruktur ist bei den in den meisten Höhlen herrschenden Temperaturen und unter Atmosphärendruck metastabil.

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Gips Gips

Gips ist neben Kalk das häufigste Mineral, das in Höhlen Speleotheme bildet. Das gilt insbesondere für Karstgebiete, in welchen Schweflige Säure bei der Höhlenbildung im Spiel ist. Diese bildet sich, wenn Schwefelwasserstoff aus Erdöl/Erdgaslagerstätten mit dem Grundwasser in Kontakt kommt. Bei der Lösung von Kalk durch Schweflige Säure entsteht Gips, der dann in Form von Krusten, Blumen, Kristallen oder - im Extremfall - als Spirale zu bewundern ist, wie im nebenstehenden Bild mit 42 Windungen.

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Farbe Farbe

In der Regel ist die Farbpalette von Tropfsteinformationen relativ begrenzt und reicht von Braun über Gelb- und Rottöne hin zu reinem Weiß. Sind Spurenelemente wie Kupfer, Zink oder Eisen beteiligt - z.B. dann, wenn der Kalk im Karstgebirge mit erzreichen Kristallingesteinen benachbart ist - kommen auch andere Farben wie Moosgrün oder Himmelblau ins (Farben)Spiel. Bedauerlicherweise ist das sehr selten!

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REM REM

Unter dem Rasterelektronenmikroskop (REM) offenbart sich eine Mikrowelt jenseits der uns vertrauten Dimension. "Scheinbar unscheinbare" Speleotheme, wie beispielsweise ein mehr wie ein Schimmelrasen anmutender Wandüberzug, zeigen unter starker Vergrößerung ihre wahre Zusammensetzung: in diesem Fall Myriaden feinster Kalzitnadeln von nur wenigen tausendstel Millimetern Dicke ...

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Mensch Mensch

Seit Menschengedenken haben Höhlen in unseren Kulturen und Religionen ihren besonderen Platz, sei es als Sitz der Götter, Wohnhöhle der Monster, Reich der Untoten, Kunstgalerien oder ganz pragmatisch als trockener und warmer Unterschlupf im Winter oder humides Gewölbe für den Reifeprozess edler Weine oder Käsesorten.

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Troglobionten Traglobionten

Wir Menschen und die obligatorische Fledermaus sind beileibe nicht die einzigen Lebewesen, die sich in Höhlen wagen. Die Biospeläologie kennt ein breites Spektrum weiterer Höhlenbewohner, das sich von Mikroben in den belebten Biofilmen an fast jeder Höhlenwand über tellergroße Höhlenspinnen bis hin zu sehr bizarren Lebewesen wie dem Grottenolm oder den "Glowworms" erstreckt. Letztere sind leuchtende Larven einer Fliegenart, die in Australien und vor allem Neuseeland endemisch ist, und die Decke von Bachhöhlen mitunter in einen märchenhaften Sternenhimmel verwandeln.

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Assistenz:
Andy Armstrong, Hazel Barton, Stefanie Baumgärtner,
Serge Delpech, Günther Forstmair, Jens Freigang, Peter Gedei, Oliver Gerstenberger, Norbert Häussermann,
Jörg Haußmann, Artur Hofmann, James Hunter, Christine + Herbert Jantschke, Leo Klimmer, Christian Klug, Angela + Stephan Lang, Achim Lehmkuhl, Vivian Loftin,
Matthias López Correa, Gaspard Magarinos, Peter Otto, Serge Nurit, Michel Renda, Dion Richards, Jens Römer, Phill Round, Dominik Ruepp, Patricia Seiser,
Andrew Smith, Nick Smith,
Uta Sternbach, Rainer Straub, Leo Viersma, Werner Vogel, Peter Wisshak, Stefanie Wisshak, Elisabeth Wolf, Dawn Wood
Tausend Dank!!

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